Neue Medien & Jugendgewalt – Internet, Killerspiele & Co

INHALT

Presse und Politik schreiben die Ursachen der Jugendgewalt häufig neuen Technologien zu: Im Gespräch sind zurzeit vor allem so genannte "Killerspiele". In Deutschland und der Schweiz steht nun ein gesetzliches Verbot solcher Spiele auf dem Programm. Welchen Nutzen hat ein solches Verbot? Und was ist über die Wirkung dieser Spiele wissenschaftlich bekannt?
Doch auch andere Medien sorgen für Aufregung. Das mitunter in der Presse schon als "Tatwaffe" kolportierte Handy wird zunehmend genutzt, um bei Gewalttaten das Leiden des Opfers zu filmen und das Material dann an Freunde weiterzugeben oder ins Internet stellen zu können. Die Anglizismen "Happy Slapping" und "Cyberbullying" werden für solche Vorkommnisse benutzt. Doch was verbirgt sich hinter diesen Umschreibungen? Welche Bedingungen liegen dem Trend zur Handynutzung bei Straftaten zugrunde? Greift der Versuch, diesem Phänomen mit einer handylosen Schule beizukommen?
Gemeinsam ist den Themen, dass neue Medien und Informationstechnologien im Mittelpunkt stehen, die der vorangegangenen Generation noch nicht zur Verfügung standen. Die Erscheinungsformen und Hintergründe dieser und anderer Nutzungen von Neuen Medien durch Jugendliche sollen auf diesem zweitägigen Seminar erläutert, technische Möglichkeiten aufgezeigt und Folgerungen für die berufliche Praxis der Teilnehmer diskutiert werden.

THEMEN
• Handys ("Happy Slapping")
• Internet (Selbstdarstellung und "Cyberbullying")
• Computer ("Killerspiele" und Sucht)
• Einfluss gewalthaltiger Filme
• Einfluss gewalthaltiger Musik
• Nachahmungstaten
• Medienpädagogische Lösungen
• Konsequenzen für die berufliche Praxis