Tötungsdelikte an Kindern – Warnsignale und Prävention
INHALT
Tötungsdelikte an Kindern stellen in der Geschichte der Menschheit ein uraltes Phänomen dar, von dem in allen Kulturen berichtet wird. In unserer heutigen Gesellschaft gilt die Tötung des eigenen Kindes als eines der grausamsten Verbrechen. Um so erstaunlicher ist es, dass obgleich dieses Gewaltphänomen seit Jahrhunderten bekannt ist, kaum Warnsignale im Vorfeld herausgearbeitet wurden.
Oft werden unter dem Begriff Tötungsdelikte an Kindern unterschiedliche Tatformen zusammengefasst. Diese unterscheiden sich hinsichtlich der Täter, der handlungsführenden Motive sowie der Handlung selbst, welche zum Tod des Kindes führt. Grundsätzlich sind die verschiedenen Erscheinungsbilder dieses Delikts deutlich voneinander differenzierbar. In jeder dieser Gruppen existieren spezifische Dynamiken, die hin zu der Tötung des Kindes führen. Somit können charakteristische Warnsignale identifiziert werden und nehmen eine bedeutende Rolle in der Prävention ein.
Das Ziel dieses Seminars besteht darin, den Teilnehmern ein fundiertes Hintergrundwissen über das Thema Tötungsdelikte an Kindern zu vermitteln. Die Teilnehmer lernen unterschiedliche Dynamiken kennen, die zu einem Tötungsdelikt gegen das eigene Kind hinführen. Anhand von realen Fallbeispielen, die im Seminar vorgestellt und analysiert werden, werden spezifische Warnsignale erkannt und handlungsleitende Strategien für die Prävention erarbeitet.
THEMEN
− Definitionen von Tötungsdelikten an Kindern
− Erklärungsmodelle für schwere Gewalt gegen Kinder
− Erscheinungsformen von Tötungsdelikten an Kindern
− Tatmotive
− Tatdynamiken
− Psychologie der tatbegehenden Eltern
− Warnsignale bei Infantizid und Filizid
− Fallanalysen


