Inhaltsbeschreibung
Das abwechslungsreiche Seminar beinhaltet sowohl Vorträge, als auch Diskussionen und praktische Beispiele, unter anderem:
- Facetten alltäglicher Schulgewalt
- Grundhaltung im Umgang mit Gewalt
- Systemische Betrachtung
- Gruppendynamiken
- Vermittlung konkreter Handlungsansätze
- Handlungssicherheit durch Struktur
- Grenzziehung und Lobkultur
- Zivilcourage im schulischen Alltag
- Zahlreiche Praxisbeispiele
Gewalt im schulischen Alltag hat viele Gesichter: Sachbeschädigungen, Zündeln, Drohen, Beleidigungen von Schüler- und Lehrerschaft, körperliche und sexuelle Übergriffe, Ausgrenzung, Mobbing von leichten bis hin zu extremen Ausformungen.
Sowohl Schüler/Schülerinnen als auch Lehrkräfte sehen sich diesen Problemen oft hilflos ausgesetzt. Der Fokus richtet sich schnell weg von der „breiten Masse“, die solche Verhaltensweisen nicht gut heißen, hin auf die problematischen (Vor-)Fälle. Der Ruf einer Schule ist schneller ruiniert als ein guter Ruf aufgebaut ist. Ein schlechter Ruf schlägt sich unmittelbar und mit fatalen Folgen nieder auf das Schulklima, die Schülerzahlen, damit auf Budgetierungen und die Motivation des Personals. Erhöhte Krankenstände, Burn-Out, Probleme bei der Neubesetzung von Stellen sowie Bindung motivierten und qualifizierten Personals sind nur einige der zu benennenden Probleme – ein Teufelskreis entsteht.
Eine der effektivsten Methoden Gewalt entgegenzuwirken und selbst an Schulen mit einem problematischen Ruf (wieder) ein positives Klima zu schaffen, stellt die Früherkennung dar. Das Seminar befasst sich mit Ursachen, Auslösern und Gelegenheiten für Gewalthandelnde. Im Handlungsviereck von Täter, Opfer, Gruppe und sozialer Institutionen, wie z.B. Schule, Eltern, werden Alternativen aufgezeigt. Handlungsorientierte und strukturelle Ansätze werden anhand von Fallbeispielen diskutiert, die Themen Zivilcourage, Gesprächsführung und Haltung im Umgang mit gewaltbereiten Schülern/Schülerinnen gehören ebenso zum Seminarinhalt.
Das Seminar stellt eine hervorragende Ergänzung zu unseren Angeboten „System Sichere Schule“ und „Krisenteams“ dar, die ihren Schwerpunkt in der Prävention zielgerichteter schwerer Gewalt haben, denn umfassende Gewaltprävention und somit Opfervermeidung ist keine ‚Entweder-oder-Fragestellung’.
Zielgruppe
Lehrer, Sozialarbeiter, Pädagogen und Psychologen, die direkt an Schulen, Jugendeinrichtungen etc. tätig sind und in ihrer Institution eine strukturierte Gewaltprävention aufbauen möchten bzw. dies bereits tun.
Referenzen
„Hohes Fachwissen der Referentin in Kobmination mit lockerem Vortragsstil.“ (N.N.)
"Gut gefallen haben mir, die Praxisbeispiele, die praktischen Übungen, das Fachwissen der Referentin und die Vorstellung der verschiedenene Methoden" (K. Ohrwalder, Schulsozialpädagogin, Schlanders, Südtirol)